JF Clauser

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Er hat »Klimaskeptiker« gesagt. Und hinzugefügt: Es gebe keine Klimakrise. Außerdem sei seiner Meinung nach der IPCC eine der schlimmsten Quellen für gefährliche Falschinformationen.

John F. Clauser, der dies gut gelaunt in den Raum wirft, ist nicht irgendwer. Er, der als außergewöhnlich talentiert und intelligent beschrieben wird, hat sich mit Grundlagen der Quantenmechanik befasst und vor allem mit jenen befremdlichen Erscheinungen der »nichtlokalen Quantenverschränkung«, gemeinhin: mit Vorformen des Beamens. Er hat experimentell bewiesen, dass die nicht-lokale Quantenverschränkung real ist.

Der Ausnahmephysiker Clauser erhielt 2022 zusammen mit Alain Aspect und Anton Zeilinger den Nobelpreis für Physik für »Experimente mit verschränkten Photonen, den Nachweis der Verletzung der Bell-Ungleichungen und die Pionierarbeit in der Quanteninformationswissenschaft«.

Er scheut nicht vor provokanten Aussagen. Vor einem Jahr hat er die »Weltklima-Erklärung« der Climate Intelligence Foundation (Clintel) unterzeichnet, einer niederländischen Stiftung, die ein Gegengewicht zu der erdrückenden Menge an Klimapanik-Stiftungen bilden will. Deren Kern: Es gibt keinen Klimanotstand. Clauser ist nach Ivar Giaever der zweite Nobelpreisträger, der diese Erklärung unterzeichnet hat. Er trat außerdem im vergangenen Jahr dem Vorstand der US-amerikanischen Organisation »CO2-Coalition« mit den Worten bei: »Es gibt keine Klimakrise, steigende CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre werden der Welt zugute kommen«.

Er verweist auf die Wolkenbedeckung, die in erster Linie die Temperatur der Erde reguliert und nicht die CO2-Emissionen aus der Verbrennung. Die IPCC-Klimamodelle seien unzuverlässig und würden die Rolle der Wolken nicht genug einbinden. Dies räumt übrigens auch der IPCC selbst ein.

Volltreffer. Damit hat er helle Panik im Lager der Aufrechten hervorgerufen. »Führende Klimawissenschaftler« seien alarmiert, so feuern aufgebracht Organe wie die Washington Post, die penibel darüber wachen, wer vom rechten Pfad der Klimapanik-Gläubigen abweicht, zurück. Sie pochen darauf, die große Mehrheit der Klimawissenschaftler sei sich einig, dass die globale Erwärmung katastrophale Folgen für heutige und künftige Generationen haben werde. Sie warnten, dass Clauser seinen Status dazu nutze, die Öffentlichkeit über einen planetarischen Notfall in die Irre zu führen.

»Auch wenn es viele Leute verärgern mag, meine Botschaft ist, dass der Planet nicht in Gefahr ist«, so Clauser unverdrossen. Der 82-jährige Experimentalphysiker weiß, was wahrhaftiges wissenschaftliches Arbeiten bedeutet: »Ich hatte das grosse Privileg, buchstäblich mit Gott sprechen zu können, obwohl ich Atheist bin. In einem Physiklabor kann ich sorgfältig ausgearbeitete, mathematisch begründete Fragen stellen und dementsprechend die universelle Wahrheit beobachten.« Physik heißt geduldiges Beobachten, exaktes Messen, genaues Auswerten. Clauser: »Gute Beobachtungen haben immer Vorrang vor rein spekulativen Theorien.«

Ein Graus muss für ihn der eher eigenwillige Umgang der »Klimawissenschaftler« mit Daten und viel willkürlicher Interpretation der groben Befunde aus der Vergangenheit sein. »Die Welt, die ich derzeit beobachte«, so Clauser, »ist buchstäblich überschwemmt, gesättigt mit Pseudowissenschaft, mit wissenschaftlicher Fehlinformation und Desinformation und mit dem, was ich «Techno-Cons» nennen werde. «Techno-Cons» sind die Anwendungen von wissenschaftlicher Desinformation für opportunistische Zwecke.«

Es tut sich etwas in der Wissenschaft. Seriöse Forscher ertragen immer weniger den fahrlässigen Umgang der Klimapanik-Forscher mit Wissenschaft und erheben ihre Stimme. John F. Clauser ist einer von ihnen.


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